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Über Orchideen im Lanta Orchideengarten
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Mit
über 27000 Arten sind
die Orchideen die grösste Familie
im Pflanzenreich. Noch wesentlich
grösser ist die Zahl der Hybriden,
von denen über 50000 registriert
worden sind.
Mit
Ausnahme der grossen Sand-
und Eiswüsten, wachsen Orchideen
überall auf der Welt, selbst
auf Grönland kommen einige
Arten vor. In den Tropen sind sie
besonders zahlreich und farbenprächtig
und werden oft als Charakterpflanzen
dieser Region angesehen. Allein
in Thailand gibt es über 1100
verschiedene Orchideenarten.
Schauen
wir uns ihre Standorte an,
so können wir zwischen Pflanzen
unterscheiden, die im Boden wurzeln
(terrestrisch), auf Bäumen
(epiphytisch) und auf Felsen (lithophytisch).
In den Tropen wachsen die meisten
Arten auf Bäumen in den oberen
Stockwerken des Regenwaldes, wo
das ganze Jahr über eine hohe
Luftfeuchtigkeit herrscht.
In
Regionen, die einen ausgeprägten
jahreszeitlichen Temperatur- und
Niederschlagswechsel haben, speichern
viele Orchideen Wasser und Nährstoffe
im unteren Abschnitt ihres Stamms,
den Scheinbulben. Fleischige Blätter,
die von anderen Arten ausgebildet
werden, erfüllen den gleichen
Zweck und vermindern den Verlust
an Feuchtigkeit durch Verdunstung.
Epiphytische
Orchideen benutzen ihren
Wirtsbaum, um möglichst nahe
an das Sonnenlicht zu kommen. Im
Gegensatz zu parasitären Pflanzen,
dienen ihre Wurzeln nur dazu, sich
an ihm zu verankern, sie entnehmen
ihm aber keine Nährstoffe und
zerstören ihn nicht. Die eigentlichen
Wurzeln sind von einem schwammartigen
Gewebe, dem Velamen, überzogen,
welches diese vor Sonnenlicht schützt
und Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt.
Jede
Orchideenblüte hat
zwei Reihen von Blütenblättern,
drei innere und drei äussere.
Während die drei äusseren
sich in ihrer Form ähneln,
bestehen die im inneren Kreis angeordneten
aus einem identischen Paar und einem
Einzelblatt, welches in Grösse,
Form und häufig auch in der
Farbe von den übrigen abweicht.
Dieses Blütenblatt wird als
Lippe oder Labellum bezeichnet..
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Kommt
Pollen mit der Narbe des
Stempels in Berührung, beginnt
die Blüte schnell zu welken
und der Fruchtknoten vergrössert
sich zu einer Kapsel. Je nach Art
kann diese bis zu 4 Millionen winzigster
Samen enthalten. Da die Samen keinerlei
Nährstoffe enthalten, sind
sie auf einen speziellen Pilz (Mycorrhiza)
angewiesen, der sie in der Jugendzeit
mit den erforderlichen Nährstoffen
versorgt, bevor sie aus eigener
Kraft zu einer Orchideenpflanze
heranwachsen können. Aus diesem
Grunde beginnen kultivierte Orchideen
Ihren Lebenszyklus in der sterilen
Atmosphäre einer Glasflasche
auf einem speziellen Nährboden,
bis sie eine Grösse erreicht
haben, die es erlaubt, sie auf Rindenstücke,
Kokosnusshälften oder Farnwurzeln
zu pflanzen.
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Nach
6 Monaten werden die Flaschen
zerschlagen und das Nährmedium
von den Sämlingen gewaschen.
Sie werden dann in kleine mit Schnipseln
von Kokosnussschalen gefüllte
Töpfe ausgesetzt und zunächst
unter einer Glasplatte gehalten,
um ein möglichst feuchtes Klima
zu erzeugen.
Hybriden
sind Kreuzungen zwischen
Naturformen oder Hybriden. Die zu
kreuzenden Pflanzen werden aufgrund
ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt,
ihre Blüten sind grösser,
farbenprächtiger oder halten
länger, die Blütenstände
tragen mehr Blüten oder sie
sind anspruchsloser in der Pflege.
Daher sind die meisten Orchideen,
die zu manchmal erstaunlich niedrigen
Preisen in Ihrem Heimatland angeboten
werden, Hybriden. Sie haben normalerweise
ein "X" in ihrem Namen zusammen
mit den Arten, aus denen sie gekreuzt
wurden und oftmals klangvolle Namen
wie "Lady ..." oder "Champion".
Bitte
klicken Sie hier, um sich
eine Bilderserie von Orchideen anzuschauen,
die in den letzten Jahren bei uns
geblüht haben.
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Thailändische Orchideen der folgenden Orchideenfamilien können Sie im Lanta Orchideengarten sehen: Acampe, Acriopsis, Aerides, Agrostophyllum, Appendicula, Arachnis, Ascocentrum, Bulbophyllum, Calanthe, Ceratostylis, Chilochista, Cleisomeria, Cleisostoma, Coelogyne, Cryptopylos, Cymbidium, Dendrobium, Doritis, Eria, Eulophia, Geodorum, Grammatophyllum, Grosourdya, Habenaria, Holcoglossum, Hygrochilus, Kingidium, Liparis, Luisia, Micropera, Microsaccus, Ornithorchilus, Panisea, Paphiopedilum, Papilionanthe, Pecteilis, Pelatantheria, Pholidota, Polystachys, Pomatocalpa, Porpax, Pteroceras, Rhyncostylis, Robiquetia, Seidenfadenia, Smitinandia, Staurochilus, Thecostele, Thunia, Trias, Trichoglottis, Trichotosia, Vanda, Vandopsis, Vanilla

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| Updated: 2011-08-21
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